Direkt zu:
Autohaus Bad Oldesloe
+49 (0) 4531 - 800 808
Language

Sachmangelhaftung und Garantie

Der Unterschied

Oftmals werden die Begriffe „Garantie“ und „Sachmangelhaftung“ nicht unterschieden, dabei haben sie völlig verschiedene Inhalte. Die Sachmangelhaftung ist die gesetzliche Haftung des Verkäufers, die gegenüber dem Verbraucher nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Verkäufer haftet für einen Mangel, wenn dieser zum Zeitpunkt der Übergabe vorliegt.

Rügt der Käufer den Mangel später, kommt es auch darauf an, ob dieser Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe vorlag. Entsteht der Mangel erst nach der Übergabe, haftet der Verkäufer nicht.

Ob ein Mangel vorliegt, hat in jedem Fall der Käufer zu beweisen. Ein verschleißbedingter Defekt oder eine andere Schadenursache muss er ausschließen.

Ist der Käufer ein Verbraucher gilt für ihn eine Beweiserleichterung: Beweislastumkehr in den ersten Monaten nach Übergabe.

Tritt der Mangel in den ersten 6 Monaten nach Übergabe auf, greift eine gesetzliche Vermutungsregelung. Danach wird angenommen, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorgelegen hat. Der Verkäufer hat aber die Gelegenheit zu beweisen, dass bei Übergabe der Mangel nicht vorhanden war.

Eine Garantie besteht nicht zwingend und automatisch. Eine Garantie wird freiwillig und kostenlos oder gegen Entgelt vom Hersteller (Herstellergarantie) oder Händler unter Verwendung von Garantiebedingungen gegeben. Der Händler kann selbst der Garantiegeber sein (Händlereigengarantie) oder aber es wird eine Versicherung (Gebrauchtwagengarantieversicherung) abgeschlossen.

Tritt der Defekt innerhalb der Garantielaufzeit auf und handelt es sich bei dem defekten Bauteil um ein solches, das unter den Garantieumfang fällt, dann besteht ein Anspruch auf kostenfreie Reparatur. Je nach Laufleistung des Fahrzeuges trägt der Käufer von den Reparaturkosten einen Eigenanteil. Die Lohnkosten trägt er nicht.

Quelle: kfz-sh.de / kfz-mv.de / Recht 2008

Seite weiterempfehlen

... und auf Instagram

https://www.instagram.com/mycar24/